Wie wir über Lernen denken.
Kein starrer Stundenplan, keine Frontalbeschallung im Halbstundentakt. Wir glauben, dass Kinder und Jugendliche am meisten lernen, wenn sie lernen, ihr eigenes Lernen zu organisieren.
Dieses Konzept ist über 100 Jahre alt in seinen Grundzügen — und heute aktueller denn je.
Vier Prinzipien, ein Zusammenhang
Jeder Baustein für sich ist nicht neu. Erst im Zusammenspiel entsteht das, was Vianity ausmacht.
Freiarbeit und Fachzeit
Aufgabenblöcke mit Abgabetermin statt Stundenplan. Der Fachzeit-Plan zeigt nur, wann welche Lehrkraft im Fachraum für Fragen da ist — ein Angebot, keine Anwesenheitspflicht.
Flipped Classroom
Neue Inhalte werden aus Texten, Videos oder Quellen selbst erarbeitet. Die Zeit mit der Lehrkraft ist für Übung und Vertiefung reserviert, nicht fürs erste Erklären.
Altersmischung
Gelernt wird über die Klassenstufen hinweg. Wer in einem Thema weiter ist, erklärt es weiter — und versteht es dabei selbst gründlicher.
Digitalisierung mit Maß
Elektronische Schulbücher und ein Schul-Tablet für jede:n — aber Einstufungstests bleiben bewusst ohne KI-Tools lösbar, damit sie ehrlich einordnen.
Eigenverantwortung ist erlernbar
Wer selbst entscheidet, wann und wie eine Aufgabe angegangen wird, übt etwas, das kein Frontalunterricht vermitteln kann: Zeit einteilen, Probleme lösen, der eigenen Urteilskraft trauen. Die Forschung zum selbstregulierten Lernen zeigt dabei klar, worauf es ankommt — Freiheit trägt genau dann, wenn Ziel, Termin und eine zuständige Ansprechperson feststehen. Beides gehört bei uns zusammen.
Wie wir neue Vianitys einordnen
Zu Schuljahresbeginn absolvieren vor allem Neuzugänge Einstufungstests in vielen Fächern. Sie beginnen bewusst leicht — mit Grundschulstoff — und werden zunehmend schwerer, oft so, dass sie nicht vollständig lösbar sind. Das ist Absicht: Der Test soll den tatsächlichen Kenntnisstand zeigen, nicht Perfektion abfragen. Er kann unterbrochen und später fortgesetzt werden.
Erlaubt sind dabei alle Informationsquellen: Formelsammlungen, Erklärungen, sogar Mitschüler:innen als Auskunftsperson — solange niemand die Lösung einfach vorsagt. Nicht erlaubt sind Apps oder KI-Tools, die die Aufgabe komplett lösen, denn das würde die Einstufung verfälschen und am Ende niemandem helfen.
Ähnlich bewusst gehen wir mit Sprachen um: Einzelne Fächer wie Geschichte finden komplett in der Fremdsprache statt, anhand von Originalquellen. Dazu kommen wöchentliche „Talk"-Stunden pro Fremdsprache — klassenübergreifend, rein mündlich und getrennt von den schriftlichen Aufgaben, damit Sprechen nie hinter Grammatik zurücktritt.
Und wie sieht das im Alltag aus?
Auf der Seite „Lernkonzept" zeigen wir, wie sich Freiarbeit, Fachräume und Aufgaben konkret in einen Tag einfügen.