Fragen & Antworten

Häufige Fragen

Ob Lernkonzept, Aufnahme oder das Leben auf dem Campus — hier finden Sie Antworten auf die Fragen, die uns am häufigsten erreichen. Ist etwas nicht dabei? Sprechen Sie uns einfach an.

Konzept & Lernen

Wie funktioniert Lernen bei Vianity?

Gibt es wirklich keinen festen Stundenplan?
Richtig — statt eines starren Stundenplans bekommt Ihr Kind Aufgabenblöcke mit klaren Zielen und Abgabeterminen, meist für eine Woche. Wann und in welcher Reihenfolge es sie bearbeitet, entscheidet es selbst. Fest steht dafür der Fachzeit-Plan: Er zeigt, zu welchen Zeiten welche Fachlehrkraft im Fachraum ansprechbar ist.
Wie sieht der Unterricht dann konkret aus?
Neue Inhalte erarbeiten sich die Vianitys zunächst selbst — über Texte, Quellen oder Lernvideos, im eigenen Tempo und mit der Möglichkeit, etwas zweimal anzusehen. Die Zeit mit der Lehrkraft bleibt dadurch für Üben, Vertiefen und Nachfragen frei. Fachräume sind meist auch außerhalb der Fachzeiten offen, Material liegt frei zugänglich aus.
Woher weiß ich, ob mein Kind mitkommt?
Jede Aufgabe hat einen Termin, und der Lernplaner macht sichtbar, was erledigt ist und was noch aussteht — für Ihr Kind, für die Lehrkräfte und auf Wunsch auch für Sie. Fachlehrkräfte melden sich von sich aus, sobald etwas länger ins Stocken gerät. Bei neuen Vianitys ordnen Einstufungstests zu Schuljahresbeginn den Kenntnisstand in jedem Fach ein; sie starten bewusst leicht und werden erst nach und nach anspruchsvoller.
Was passiert, wenn ein Kind die freie Zeiteinteilung ausnutzt und Aufgaben schleifen lässt?
Wir gehen in kleinen Schritten vor — und immer zuerst im Gespräch, weil Überforderung, Heimweh oder Streit von außen oft wie Faulheit aussehen. Hilft das nicht, wird der Tag morgens gemeinsam geplant und abends gemeinsam angeschaut. Reicht auch das nicht, begleitet eine Lehrkraft oder eine Patin Ihr Kind für höchstens eine Woche eng durch den Tag, bis der Rhythmus wieder steht. Danach übernimmt es wieder selbst — darauf zielt jede Stufe ab.
Welche Abschlüsse sind bei Vianity möglich?
Alle staatlich anerkannten Abschlüsse des allgemeinbildenden Wegs: den ersten und den mittleren Schulabschluss sowie das Abitur am Ende der 13. Klasse. Die Prüfungen entsprechen denen anderer Schulen — frei ist bei uns der Weg dorthin, nicht der Maßstab.
Wie werden Fremdsprachen unterrichtet?
Einzelne Fächer wie Geschichte finden komplett in der Fremdsprache statt, mit Originalquellen. Dazu kommt pro Fremdsprache eine wöchentliche Talk-Stunde — klassenübergreifend, rein mündlich und losgelöst von allen schriftlichen Aufgaben, damit Sprechen nie hinter Grammatik zurückfällt.
Ist Sport Pflicht?
Ja: zwei Stunden pro Woche in mindestens zwei verschiedenen Sportarten. Welche das sind, entscheidet Ihr Kind selbst — vom Schwimmen über Basketball bis zum Lauftreff am Morgen.
Aufnahme & Ankunft

Der Weg zu Vianity

Ab welcher Klassenstufe kann mein Kind einsteigen?
Von der 5. bis zur 13. Klasse. Jedes Schuljahr startet ein neuer Jahrgang gemeinsam — und wird auch gemeinsam empfangen.
Ist ein Wechsel mitten im Schuljahr möglich?
Ja. Am einfachsten ist der Start zum Schuljahresbeginn, ein Wechsel zum Halbjahr funktioniert genauso gut — und nach Absprache ist ein Einstieg auch mitten im Jahr möglich. Sprechen Sie uns einfach an, wir schauen uns Ihren Fall persönlich an.
Können wir uns die Schule vorher ansehen?
Unbedingt, und wir empfehlen es ausdrücklich. Neben dem Tag der offenen Tür vereinbaren wir jederzeit einen Besuchstermin, bei dem Ihr Kind einen normalen Schultag miterlebt — mit Freiarbeit, Fachzeit und Mittagessen in der Mensa.
Wie läuft die Anreise am ersten Tag ab?
Wir stimmen die Anreise untereinander ab, damit neue Vianitys nicht einzeln eintrudeln, sondern sich schon unterwegs kennenlernen. Vom Bahnhof holt unser Fahrdienst alle zum Campus ab.
Was erwartet mein Kind am ersten Tag?
Die Schulleitung empfängt jeden Jahrgang persönlich in der Eingangshalle. Danach zeigt eine Patin oder ein Pate aus einer höheren Klassenstufe den Campus und bleibt in den ersten Wochen die erste Adresse für alle kleinen Fragen. Es gibt ein Startpaket mit Shirt, Hoodie und Schul-Tablet — und den eigenen Namen in großen bunten Buchstaben an der Willkommenswand, das ganze erste Jahr lang.
Wie wird entschieden, in welches Zimmer bzw. welche Wohngruppe mein Kind kommt?
Die Zuteilung richtet sich nach freien Plätzen, nicht nach Wunsch — beste Freundinnen landen also nicht automatisch nebeneinander. Das ist Absicht: Wer neu ankommt, lernt so schneller mehr Menschen kennen. Passt es wirklich nicht, lässt sich ein Wechsel später fast immer einrichten.
Wohnen & Alltag

Leben auf dem Campus

Wie sind die Wohnhäuser aufgebaut?
Zwölf Häuser stehen verteilt zwischen alten Bäumen, jedes mit drei Etagen rund um einen glasüberdachten Innenhof. Vier Wohngruppen teilen sich ein Haus, jede mit eigenem Treppenhaus und je 20 Kindern. Der Innenhof ist Treffpunkt bei jedem Wetter; in einer Ecke liegt die Lerninsel mit Pflanzen und Sitzstufen zum Lernen an der frischen Luft.
Wie sehen die Zimmer aus?
Zwei Kinder teilen sich ein rund 14 m² großes Zimmer mit eigenem Namensschild an der Tür. Bäder mit Einzelduschen — keine Gruppenduschen —, Teeküche und Sofa-Ecke liegen zur Innenhofseite, je einmal pro Etage und Wohngruppe.
Sind die Wohngruppen nach Alter oder Geschlecht getrennt?
Nein — Wohngruppen und Flure sind über Klassenstufen und Geschlechter gemischt, nur die Zimmer selbst sind reine Jungen- oder Mädchenzimmer. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass Ältere und Jüngere selbstverständlich miteinander umgehen. Wer sich in diesem Raster nicht wiederfindet, bekommt eine individuelle Lösung; das besprechen wir vorab und ohne großes Aufheben.
Wer kümmert sich um Sauberkeit und Wäsche?
Jedes Zimmer-Team kümmert sich um sein Zimmer, jede Etage um ihre Gemeinschaftsräume. Ein Reinigungsdienst kommt wöchentlich — aufgeräumt wird vorher von den Kindern selbst, sonst bleibt der Raum, wie er ist. Wer wann Küche oder Bad übernimmt, klärt die Gruppe unter sich; Waschmaschinen stehen im Keller.
Wie sicher sind die Wohnhäuser?
Der Zugang läuft über einen Zahlencode je Haus, die Zimmertüren sind abschließbar und für Wertsachen gibt es ein eigenes Fach. Von 18 bis 9 Uhr ist immer eine Betreuungsperson im Haus, nachts im Betreuerzimmer im Erdgeschoss. Ab 22 Uhr gilt Nachtruhe — für alles Dringende bleibt die Tür trotzdem offen.
Wie ist das Essen geregelt?
Die Mensa ist durchgehend geöffnet, mit Frühstücksbuffet am Morgen und warmem Essen mittags und abends. Es gibt immer eine vegetarische Wahl, dazu vegane Gerichte; Allergien und besondere Ernährungsformen stimmen wir vor der Aufnahme mit der Küche ab. Ein festes Pausensystem gibt es nicht — gegessen wird, wenn Hunger da ist.
Wie ist der Umgang mit Handys und Bildschirmzeit?
Das Schul-Tablet gehört zum Lernen dazu, das eigene Handy zum Alltag — beides ohne Verbotskultur. Ab 22 Uhr wird es auf den Etagen ruhig, und Handys bleiben in der Nacht in den Zimmern. In der Mensa und in gemeinsamen Runden legen wir sie weg, weil Gespräche sonst nicht stattfinden.
Was gibt es auf dem Campus außerhalb des Unterrichts zu tun?
Ein eigenes Schwimmbad, Turnhalle, Fußball- und Basketballplatz, Wiese und Spielplatz, dazu der Musiktrakt mit Flügel, Schlagzeug und Bandequipment. Den Rest gestalten die Vianitys selbst: Schulband, Theaterproduktion, Werkstatt und Hochbeete im Innenhof — und wer eine eigene Idee hat, braucht dafür nur drei Interessierte, einen Raum und eine feste Zeit.
Betreuung & Gemeinschaft

Wer ist für mein Kind da?

Wie geht die Schule mit Konflikten und Mobbing um?
Mobbingfreiheit steht bei uns nicht nur in der Schulordnung — sie wird von den Vianitys selbst getragen: Wer beobachtet, dass jemand fertiggemacht wird, geht dazwischen oder holt Hilfe, unabhängig von Klassenstufe und Freundeskreis. Betroffene tragen dabei nie die Verantwortung für das, was ihnen angetan wurde. Wer andere verletzt, bekommt eine unmissverständliche Ansage und die Chance, es abzustellen; ändert sich nichts, entscheidet die Schulleitung.
Wer sind die Ansprechpersonen bei persönlichen Problemen?
Mehrere Vertrauenslehrer:innen und Schulsozialarbeiter:innen, unabhängig von den Fachlehrkräften — dazu die beiden Betreuer:innen der Wohngruppe und die Patin oder der Pate. Sie hören zu, kennen die Hilfsangebote und beziehen Sie als Eltern ein, sobald es nötig ist. Was dort besprochen wird, bleibt dort, solange niemand in Gefahr ist.
Ist nachts jemand erreichbar?
Ja. Die beiden Betreuer:innen einer Wohngruppe wechseln sich ab und sind von 18 bis 9 Uhr im Haus; nachts finden Sie sie im Betreuerzimmer im Erdgeschoss — auch um drei Uhr morgens, wenn es sein muss. Möchte Ihr Kind ein Thema lieber mit einer Frau oder einem Mann besprechen, findet sich in der Nachbargruppe immer eine Alternative.
Was passiert, wenn mein Kind krank wird?
Kleinere Erkrankungen begleiten die Betreuer:innen im Haus; für alles Weitere arbeiten wir mit einer Praxis vor Ort zusammen und begleiten Ihr Kind zu den Terminen. Sie werden informiert, sobald mehr als ein Schnupfen im Spiel ist — und bei Aufgaben zählt dann nicht der Termin, sondern die Genesung.
Helfen sich die Vianitys auch untereinander?
Ja, das ist ausdrücklich Teil des Konzepts. Wer in einem Thema weiter ist, erklärt es weiter — und versteht es dabei selbst gründlicher. Neue Vianitys bekommen zusätzlich eine Patin oder einen Paten aus einer höheren Klassenstufe an die Seite.
Für Eltern

Kontakt & Mitsprache

Wie bleibe ich mit meinem Kind und der Schule in Kontakt?
Mit Ihrem Kind bleiben Sie direkt in Kontakt — per Anruf, Nachricht oder Videochat, ohne Umweg über die Schule. Für alles, was die Schule betrifft, sind die Betreuer:innen der Wohngruppe Ihre festen Ansprechpersonen; dazu kommen ein regelmäßiger Elternbrief der Schulleitung und der Elternzugang, über den Sie den Lernstand Ihres Kindes einsehen können.
Wie oft ist mein Kind zu Hause?
Jedes zweite Wochenende und in allen Schulferien. Dazwischen sind Anrufe, Videochats und Besuche jederzeit willkommen — angekündigt oder spontan.
Was, wenn mein Kind sich mit der Umstellung schwertut?
Das ist normal und eingeplant. Der Wechsel von einem getakteten Schultag zur eigenen Zeiteinteilung braucht meist einige Wochen. Betreuer:innen, Patinnen und Paten begleiten diese Zeit eng, und wir beziehen Sie ein, sobald es sinnvoll ist — nicht erst, wenn es brennt.
Braucht mein Kind eigene Geräte?
Nein. Jede:r Vianity bekommt am ersten Tag ein Schul-Tablet für Aufgaben, Material und Kommunikation; die Schulbücher sind vollständig digital. Ein eigenes Handy ist erlaubt, aber keine Voraussetzung.

Noch Fragen offen?

Wir sind für ein persönliches Gespräch da — melden Sie sich einfach.